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Zwangsversteigerungen - Griechenland

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1. Bekanntmachung und Preisgestaltung bei der Versteigerung von beschlagnahmten Vermögenswerten

Eine Beschlagnahme findet statt, wenn der Gerichtsvollzieher bewegliches Eigentum des Schuldners entfernt (Artikel 954 der Zivilprozessordnung) oder unbewegliches Eigentum des Schuldners oder ein dingliches Recht des Schuldners an unbeweglichem Eigentum beschlagnahmt (Artikel 992 der Zivilprozessordnung) und dies in Anwesenheit eines volljährigen Zeugen in einem Protokoll festhält. Das beschlagnahmte Eigentum wird vom Gerichtsvollzieher oder einem von diesem nach eigenem Ermessen beauftragten Sachverständigen geschätzt. Im Falle unbeweglichen Eigentums muss ein unabhängiger Sachverständiger dessen Marktwert bestimmen.

Das Beschlagnahmeprotokoll muss Folgendes enthalten: a) eine genaue Beschreibung des beschlagnahmten beweglichen Eigentums, damit keine Zweifel an dessen Identität aufkommen; b) den vom Gerichtsvollzieher oder Sachverständigen festgesetzten Wert des beschlagnahmten Eigentums; c) die Höhe des Mindestgebots, das sich auf mindestens zwei Drittel des festgesetzten Wertes des Eigentums belaufen muss; d) die Angabe des Vollstreckungstitels, auf dem die Vollstreckung beruht, der dem Schuldner zugestellten Anordnung und des Betrages, für den das Eigentum beschlagnahmt wurde; e) den Versteigerungstermin, der zwischen sieben (7) und acht (8) Monate nach dem Abschluss der Beschlagnahme liegen muss, den Ort der Versteigerung und den Namen des Versteigerers.

Ein Auszug aus dem Beschlagnahmeprotokoll mit den vollständigen Namen der Partei, die die Vollstreckung beantragt, und der Partei, gegen die die Vollstreckung beantragt wird, einer kurzen Beschreibung der beschlagnahmten Vermögenswerte, der Höhe des Mindestgebots, dem Namen und der genauen Anschrift des Versteigerers sowie Ort, Tag und Uhrzeit der Versteigerung muss zehn (10) Tage nach der Beschlagnahme auf der Website des Fonds für freie Berufe im Abschnitt „Anwaltsversicherung“ unter der Rubrik „Versteigerungsbekanntmachungen“ im Mitteilungsblatt für gerichtliche Bekanntmachungen veröffentlicht werden.

Ohne Einhaltung der oben genannten Förmlichkeiten darf die Versteigerung nicht stattfinden, da sie andernfalls nichtig ist.

2. Zur Durchführung der Verkaufstransaktion ermächtigte Dritte

Beschlagnahmtes bewegliches Eigentum wird in Anwesenheit eines für die Versteigerung bestellten Notars des Bezirks, in dem die Beschlagnahme stattgefunden hat, öffentlich versteigert (Artikel 959 der Zivilprozessordnung), während beschlagnahmtes unbewegliches Eigentum in Anwesenheit eines für die Versteigerung bestellten Notars des Bezirks, in dem sich das unbewegliche Eigentum befindet, öffentlich versteigert wird (Artikel 998 der Zivilprozessordnung).

Nach Artikel 959 Absatz 4 der Zivilprozessordnung findet die Versteigerung in Form der Abgabe schriftlicher, versiegelter Gebote und anschließender mündlicher Gebote statt. Zu Beginn der Versteigerung müssen alle Bieter durch Erklärung gegenüber dem Versteigerer einen Vertreter im Bezirk des für den Versteigerungsort zuständigen erstinstanzlichen Gerichts bestellen, der zur Entgegennahme der Zustellung aller die Vollstreckung betreffenden Dokumente befugt ist.

Die Versteigerung findet an einem nicht arbeitsfreien Mittwoch im Bezirkszivilgericht des Bezirks statt, in dem die Beschlagnahme stattgefunden hat. Befindet sich das beschlagnahmte bewegliche Eigentum in den Bezirken mehrerer Bezirkszivilgerichte, so findet die Versteigerung in dem vom Gerichtsvollzieher im Beschlagnahmeprotokoll benannten Bezirkszivilgericht statt. Falls die Versteigerung bewegliches Eigentum betrifft, kann sie nach Ermessen des Gerichtsvollziehers entweder im Bezirkszivilgericht des Vollstreckungsortes oder im Bezirkszivilgericht des Ortes der Beschlagnahme oder im Bezirkszivilgericht des Ortes, an dem das Eigentum aufbewahrt wird, stattfinden. Falls die Versteigerung unbewegliches Eigentum betrifft, findet sie im Bezirkszivilgericht des Bezirks statt, in dem sich das Eigentum befindet. Befindet sich das unbewegliche Eigentum in den Bezirken mehrerer Bezirkszivilgerichte, so findet die Versteigerung nach Wahl der die Vollstreckung beantragenden Partei in einem dieser Bezirkszivilgerichte statt.

3. Versteigerungsarten, für die die Vorschriften möglicherweise nicht vollständig gelten

Beschlagnahme besonderer Vermögenswerte (Artikel 1022 bis 1033 der Zivilprozessordnung):

Auch Eigentumsrechte der Partei, gegen die die Vollstreckung beantragt wird, bei denen eine Beschlagnahme nach dem Verfahren des Artikels 953 Absätze 1 und 2, des Artikels 982 und des Artikels 992 der Zivilprozessordnung nicht möglich ist, können beschlagnahmt werden. Dies gilt insbesondere für Rechte des geistigen Eigentums, Patentrechte, Lizenzentgelte für Filmrechte und von einer Gegenleistung abhängige Ansprüche gegen Dritte, sofern die Vorschriften des materiellen Rechts die Übertragung dieser Rechte erlauben (Artikel 1022 der Zivilprozessordnung).

Wenn der Verkauf des beschlagnahmten Rechts durch Versteigerung angeordnet worden ist, bestellt das Bezirkszivilgericht den Versteigerer (Artikel 1026 der Zivilprozessordnung), und die geltenden Vorschriften für die Versteigerung beweglichen Eigentums finden Anwendung.

4. Informationen über nationale Register für Vermögenswerte

Es gibt keine nationalen Register für Vermögenswerte.

5. Informationen über Datenbanken, die es dem Gläubiger ermöglichen, Vermögenswerte oder Ansprüche des Schuldners zu ermitteln

Es gibt keine Datenbanken, mit deren Hilfe die materiellen Vermögenswerte oder Forderungen des Schuldners ermittelt werden können.

6. Informationen über Online-Zwangsversteigerungen

Zwangsversteigerungen werden nicht online durchgeführt.


Die verschiedenen Sprachfassungen dieser Seite werden von den betreffenden Mitgliedstaaten verwaltet. Die Übersetzung wurde vom Übersetzungsdienst der Europäischen Kommission angefertigt. Es kann sein, dass Änderungen der zuständigen Behörden im Original in den Übersetzungen noch nicht berücksichtigt wurden. Die Kommission übernimmt keinerlei Verantwortung oder Haftung für Informationen, die dieses Dokument enthält oder auf die es verweist. Angaben zum Urheberrechtsschutz für EU-Websites sind dem rechtlichen Hinweis zu entnehmen.

Letzte Aktualisierung: 25/06/2018